Nachschau - Pilgern im Linzgau

Weit mehr als über 50 Pilgerinnen und Pilger machten sich auf den Weg. Nicht das Alter, nicht die Zugehörigkeit zu einer Religion oder sonstiges Kriterium waren ausschlaggebend und Voraussetzung für die Teilnahme. Entscheidend allein war, sich für ein paar Stunden sich dem Weg und seinen dort befindlichen Zwischenstationen einzulassen.
Gestartet wurde in Heiligenberg auf dem Parkplatz Sennereischläge. Gleich zu Beginn hatten die Organisatoren eine große Überraschung für die Pilgerschaar. Es ging zur Aussendung durch Pfarrer Volker Blaser in die Schlosskapelle und zu einer kleinen Schlossbesichtigung inklusiv Rittersaal in das Heiligenberger Schloss.
Mit dem Pilgersegen ausgestattet ging es am Freibad vorbei in Richtung Schweizer Haus und Kreuzweg. Nach einer kleinen geschichtlichen Abhandlung des Schweizer Hauses folgte ein Innehalten und ein kleiner Impuls an einer der Kreuzweg Tafeln.
Ein kurzes Stück der Jakobsleiter hinunter eröffnete der Blick auf die Klause Egg. Bis vor wenigen Jahren noch von 3 Schwestern bewohnt, steht das Gebäude nun leer. Hier gab es nun für die Pilger, die das Gebäude nur von außen kennen, eine weitere Überraschung. Die Tür zur Klause öffnete sich und die Pilger durften in die kargen Räumlichkeiten des Erdgeschosses und der Kapelle betreten.
Nach der geschichtlichen Erläuterung zum Gebäude und den Besitzern, gab es zudem einen sehr interessanten Einblick in das Leben der 3 Schwestern durch einen Kenner dieser. Er konnte so manchen, über Jahrzehnte sich erzählenden Geschichten, entkräften und revidieren. Dies zu aller erstaunen.
Nach einer Vesperpause im Garten der Klause ging es durch den Wald und durch die Obstplantagen den leicht abfallenden Weg in Richtung Beuren. Bei der dortigen Pfarrkirche und Pfarrhaus gab es Kaffee und Kuchen. Für die vielen teilnehmenden Kinder und Jugendlichen gab es ein gern angenommenes Bastelangebot. Es wurden die auf dem Pilgerweg von Heiligenberg nach Beuren gesammelten Steine bemalt und verziert.
In der Kirche gab es wiederum ein vorgetragener Impuls / Meditation sowie Raum und Zeit, um innezuhalten.
Das nächste Ziel war die Kirche in Weildorf und der Zieglerhof in Frickingen – Lampach.
Noch ein kurzer kleiner Anstieg und das Ziel Leustetten näherte sich. In der Kapelle gab es den letzten kleinen Impuls, ein Lied und ein großer Dank an diesen wundervollen und erfüllenden Tag. Auch der letzte Stempel im Pilgerpass durfte nicht fehlen.
Besonders den Pilger-Kids gebührt Hochachtung für die Ausdauer, Durchhaltevermögen und der immer guten Laune. Schlussendlich kamen alle etwas müde von der Wanderung, aber sehr dankbar für das herrliche Sonnenwetter, den vielen Gespräche, dass sich gegenseitig Kennenlernen, den Zusammenhalt, das aufeinander achten, aber auch mal das Alleinsein können, seinen Gedanken nachgehend im Gasthaus Löwen an. Dort gab es eine leckere Pilgersuppe (Linsen mit Wienerle) und das ein oder andere Kaltgetränkt zur inneren Abkühlung.  
Mit dem ÖPNV bzw. privaten Autos ging es dann wieder zurück nach Heiligenberg.
Ein großer Dank geht an die Organisatorinnen und Organisatoren Christa und Johannes Hasenbrink, Karin Sick, Michaela Hans, Anneliese Nägele, Mária Viellieber, Daniel Braun, Karl und Michael Moser.
Ganz besonders bedanken wir uns beim Fürstlich Fürstenbergischen Haus, Fürst Christian zu Fürstenberg und Pfarrer Volker Blaser.